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Rubrik: Comic

Civil War Prolog

B. Bendis, A. Maleev, O. Coipel
Marvel / Panini Comics
76 Seiten
EUR 5,95

Titelbild: Civil War Prolog

Dunkle Wolken ziehen auf im Marvel-Universum und die wahrscheinlich größte Umwälzung steht bevor: Die Civil War-Reihe hat begonnen. Dabei handelt es sich um eine 7-teilige Miniserie, die der schottische Autor Mark Millar zusammen mit dem Zeichner Steve McNiven entworfen hat. Doch im Prolog der Civil War-Reihe geht es erst einmal weit zurück in die Vergangenheit. Nach dem Kree-Skrull-Krieg tritt sich eine illustre Gruppe von Superhelden, die Illuminati: Iron Man, Black Panther, Dr. Strange, Namor, Charles Xavier, Mr. Fantastic und Black Bolt. Man streitet über die Idee, eine weltweite Superhelden-Verteidigungsarmee auf zu bauen, doch heraus kommt nur ein halbherziger Versuch. Der Gruppenzusammenhalt wird schon bald auf eine harte Probe gestellt als der Hulk halb Las Vegas zerstört und Teile der Gruppe einen gewagten Plan beschließt, wie man ihn dauerhaft außer Gefecht setzen kann ...
 
In der zweiten Geschichte geraten die Neuen Rächer mit Black Widow aneinander. Dieser Kampf wird zu einer enormen Kraftprobe, denn die Witwe ist mittlerweile ein Adaptoid. Das Ende bringt dann wieder etwas erfreuliches, Luke Cage und Jessica Jones heiraten.
 
Die erste Geschichte ist etwas arg einfach gezeichnet, was eventuell illustrieren soll, dass sie in der Vergangenheit spielt. Über die Idee, nachträglich Fakten zu schaffen und all diese Wesen in der Vergangenheit an einen Tisch zu setzen, kann man streiten, wobei es aber wohl nur die absoluten Verfechter einer Marvel-Kontinuität stören dürfte. Irgendwie fehlt trotz der Konflikte etwas die Tiefe, die die späteren Bände kennzeichnet. Es ist ein guter Anfang, der jedoch nicht vollends überzeugen kann. Für das Verständnis der folgenden Bände ist diese Geschichte nicht unbedingt notwendig, aber es werden Dinge angerissen, die später eine große Rolle spielen werden. Der Kampf der Neuen Rächer gegen Black Widow ist unterhaltsam, die Heirat dann emotional gehalten.
 
Insgesamt ein guter Band, der aber innerhalb der Reihe gesehen nicht der stärkste ist.

Bernd Wachsmann, 10.07.2007