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Rubrik: Comic

Star Wars (59): Rebellion (3)

Rob Willams, Brandon Badeaux, Will Glas
Dark Horse / Panini Comics
60 Seiten
EUR 3,95

Titelbild: Star Wars (59): Rebellion (3)

”Mein Bruder, mein Feind!” setzt die in ”Star Wars (57)” begonnene Geschichte um Luke Skywalker und seinem Jugendfreund Janek ”Tank” Sunber fort. Während der eine zum ”Helden der Rebellion” geworden ist, dient der andere mit Leib und Seele dem Imperium. Auch wenn Janek Sunber nicht alles gut heißt, was geschieht, so erkennt er doch auch die guten Seiten des Imperiums an. Den alten Freund auf der anderen Seite wiederzusehen, hat ihm jedoch einen Schock versetzt. Als guter Offizier des Imperiums hat er Darth Vader höchst persönlich gemeldet, dass er den bisher gesichtslosen Zerstörer des Todessterns kennt. Und der Dunkle Lord der Sith hat ihn für seine dunklen Pläne eingespannt.
 
Gegen den Befehl Prinzessin Leas ist Luke dem Hilferuf des ehemaligen Gefährten gefolgt, nur begleitet von der abenteuerlustigen Deena Shan. Es gelingt ihnen, in das imperiale Schiff einzudringen und Sunber zu retten, nicht ahnend, was sie damit auslösen.
Sie entkommen zwar, aber zurück bei der Rebellen-Flotte ist man nicht sehr erbaut über ihre Eigenmächtigkeit. Die beiden werden in Haft genommen und erhalten eine schwere Rüge, während man den imperialen Leutnant und seine Geschichte auf Herz und Nieren überprüft. Janek weiß, dass er mit dem Feuer spielt und agiert sehr vorsichtig. Es ist für ihn seltsam, sich mitten unter den Feinden des Imperiums zu bewegen, und wieder kommen in ihm Zweifel auf. Kann er seinen Auftrag mit gutem Gewissen durchführen? Ist nicht vielleicht doch etwas Wahres an Lukes Worten, der sich trotz aller Erfahrungen immer noch recht naiv benimmt?
Wieder kämpft er mit Alpträumen, dann ist ihm klar, das für ihn nur die Pflichterfüllung zählt. Und er weiß, das der Zeitpunkt nah ist, den Rebellen sein wahres Gesicht zu zeigen ...
 
In ”Jeder geht seinen Weg”, der zweiten Geschichte des Heftes, nimmt sich Darth Vader eines Mannes an, der für das Imperium nützliche Qualitäten zeigt, obwohl er durch die Klonkriege ziemlich aus der Bahn geraten ist. Weil ihm der Stellvertreter des Imperators jedoch eine neue Chance gibt, das zu tun, was er am besten kann wird er zu einem Mustersoldaten, der anderen Offizieren des Imperiums das Fürchten lehrt.
 
Die Hauptgeschichte arbeitet sich langsam auf den Höhepunkt des Konfliktes zwischen Janek Sunber, Luke Skywalker und ihrer so konträren Weltanschauungen zu. Erneut wird der imperiale Leutnant auf die Probe gestellt. Im Herzen der Rebellion muss er beweisen, dass seine Treue stark genug ist, um den Einflüsterungen der Feinde des Imperiums nicht zu erliegen. Immer wieder macht er sich klar, warum er die Freundschaft mit Luke nicht wieder aufwärmen kann, was sich vor allem in einem Gespräch mit dem Freund zeigt.
Gleichzeitig muss er dafür sorgen, dass er sich mit keiner Faser verrät, denn er weiß, dass nicht alle Rebellen so blauäugig wie Luke sind und ihn konstant im Auge behalten. Die Geschichte behält ihre Spannung und Vielschichtigkeit bei und endet wie erwartet mit einem Cliffhanger.
 
”Jeder geht seinen Weg” beleuchtet wieder einmal Seiten des Imperiums, die man so noch nicht kennen gelernt hat. Die kaltschnäuzige Soldatengeschichte ist gar nicht einmal so weit her geholt und könnte auch in unserer heutigen Zeit spielen.
So wird pures actionreiches Abenteuer mit einem Inhalt verknüpft, der sich bei näherem Hinsehen als vielschichtiger erweist als vermutet, und dem Medium der SF-Comic-Heftserie eine neue Dimension gibt.

Christel Scheja, 26.01.2007