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Rubrik: Comic

Conan (7): Der rote Priester

Timothy Truman, Cary Nord
Panini Comics
ISBN 978-3-86607-616-7
140 Seiten
EUR 16,95

Titelbild: Conan (7): Der rote Priester

Aus Zamora und den Gefahren der Reise glücklich entkommen, haben Conan und seine Begleiter Nestor und Jiara eine weitere Stadt erreicht, in der sie sich als Diebe durchschlagen. Doch das Diebeshandwerk ist fest in den Händen einer Zunft, und so müssen sich die Drei mit einer Bleibe in wenig wünschenswerter Nähe der städtischen Kloake begnügen. Kein Wunder, dass es nicht viel Überzeugung braucht, um Jiara wieder einmal dazu zu bringen, Conan zu verraten – diesmal an die Priester von Mitra, denen Conan unterwegs eher beiläufig ein wertvolles Elixier entwendet hat, von dessen Bedeutung er noch nicht einmal weiß. Doch der Verrat bringt Nestor an den Galgen und weckt Conans Rachegelüste, die ihn wiederum in den Kerker bringen. Der einzige Ausweg bieten ihm bald die politischen Wirren: Er soll den Roten Priester töten, der einem aufständischen Adligen ein Dorn im Auge ist. An sich kein Problem für Conan, doch im Haus des Priesters erwarten ihn neben zahlreichen tödlichen Fallen noch eine weitere, nicht weniger bösartige Bedrohung ...
 
Verantwortlich für die Adaption der Story ist statt Kurt Busiek nun Timothy Truman, dem es gelungen ist, die Geschichte an sich herrlich altmodisch zu belassen, und gleichzeitig in eine zeitgemäße Erzählform zu bringen. Über die grafische Umsetzung durch Cary Nord wurde in den Rezensionen der bisherigen Bände schon viel Gutes gesagt, und man kann es nur wiederholen: Es passt alles zusammen. Auch ohne Tusche sind die kolorierten Zeichnungen sehr kontrastreich und dynamische Bewegungen harmonieren mit stimmungsvollen Hintergründen. Die Verwendung von Pastelltönen ermöglicht den interessanten Effekt, dass sehr kräftige Farben nur bei entsprechender Beleuchtung Verwendung finden, was gerade in Panels mit Fackel- oder Laternenschein für eine ganz eigene Stimmung sorgt.
 
Wer einen Blick auf die logischerweise schon etwas weiter fortgeschrittenen Originalausgaben geworfen hat, wird bemerkt haben, dass auch der Zeichnerwechsel von Cary Nord zu Tomás Giorello, den auch bald die deutsche Ausgabe erleben wird, ebenso verlustfrei vonstatten geht wie der Wechsel der Autoren. Man muss sich noch nicht einmal umgewöhnen, und somit darf man sich auf weitere Abenteuer des Cimmeriers freuen.

Martin Hoyer, 08.09.2008