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Rubrik: Sachbuch

Das Buch der Zukunft

Andreas Eschbach
rororo
ISBN 978-3-499-62357-8
240 Seiten
EUR 8,95

Titelbild: Das Buch der Zukunft

Wer möchte nicht gerne wissen, wie unsere Welt in 50 oder 100 Jahren aussieht: Wird sie durch die Klimaerwärmung ein wüster Planet oder steht uns eine neue Eiszeit bevor? Werden wir Kolonien auf dem Mars haben? Welche neuen technischen Errungenschaften gibt es, und wie verändern sie unser Leben? Das sind Fragen, die viele Leute interessieren, auch Andreas Eschbach.
In seinem ersten Sachbuch gelingt es ihm auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse eine Vorstellung der nahen Zukunft zu entwickeln, die so oder so ähnlich wahr werden könnte.
 
Verständlich und nicht ohne Humor werden Zusammenhänge dargelegt und bewirken so manchen Aha-Effekt. In dem Kapitel ”Nano: Ganz viel Platz im Allerkleinsten”, beschreibt Eschbach eine futuristische Entwicklung: Der sogenannte Nanoassembler ist in der Lage, aus Atomen jede beliebige Materie zusammenzusetzen. Der Autor versäumt es in dem Zusammenhang nicht, auf mögliche Gefahren dieser neuen Technologie hinzuweisen.
Auch der Traum von einer Reise ins All könnte bald für jedermann in Erfüllung gehen. Möglich macht dies eine Verbindung zwischen Erde und Raumstation mittels eines Fahrstuhls.
 
Internet, Raumstationen und die Klimaerwärmung sind Themen, die der Autor in weiteren Kapiteln näher betrachtet. Diese sind jeweils mit einem Fazit versehen, dass die Zukunftschancen der Ideen und Konzepte bewertet. Kurze Textabschnitte machen es dem Leser einfach, eine Auswahl der für ihn interessanten Informationen zu finden. So ist auch Querlesen möglich, wenn das eine oder andere Thema weniger fesselnd erscheint oder man etwas Bestimmtes nachschlagen möchte.
 
Mit das ”Buch der Zukunft” ist Eschbach der Ausflug ins Sachbuchgenre gelungen. Wer sich mit Zukunftstechnologien bzw. mit einschlägigen Romanen oder Filmen bereits ausführlicher befasst hat, wird zwar nichts Neues darin finden, hat aber immerhin eine ordentlich strukturierte und sympathisch präsentierte Sammlung besagter Konzepte vor sich. Jeder andere Leser darf staunen, ohne sich auf das Glatteis der Science Fiction begeben zu müssen.

Antje Konopka, 10.04.2008