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Rubrik: Comic

Archlord

Jin-Hwan Park
TOKYOPOP
ISBN 978-3-86719-016-9
192 Seiten
EUR 7,50

Titelbild: Archlord

Wer die Macht über das Schwert Brumhart hat, beherrscht die Welt Chantra. Und so begeht Ernan Verrat an seinem Herrn Leon, seines Zeichens Manas-Krieger und Besitzer der edlen Klinge. Leon stirbt bei dem Hinterhalt und verliert das Schwert, aber sein Sohn Zian überlebt. 16 Jahre verbreitet Ernan Schrecken im Lande Chantra und so begibt sich die Mage aus dem Hause Aruhin in den dunklen Tass-Wald, um Kenneth, den großen Zauberer, dazu zu bewegen, ihrem Volk beim Kampf gegen Ernan zu unterstützen. Doch im Wald lauern zahlreiche Gefahren.
 
Der Zeichner des Manhwas, Bezeichnung für einen koreanischen Comic, ist der in Deutschland noch eher unbekannte Jin-Hwan Park. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Computerspiel, welches im letzten Jahr bei Codemasters erschienen ist. In Korea sind bis jetzt fünf Bände des Fantasy-Abenteuers erschienen. Tokyopop bringt vorerst die ersten drei Bände jeweils zweimonatlich heraus.
 
Die Covergestaltung des Manhwas ist aufwendig, beispielsweise mit Titelschriftzug im Prägedruck, was sehr ansprechend wirkt.
Sehr gut gefallen kann auch der Zeichenstil, der durch detailreiche Hintergrundgestaltung und temporeiche Bilder besticht, die den Leser von Seite zu Seite mitreißen. Auch humorvolle Szenen fehlen nicht, ebenso wenig Action und Romantik.
 
Geschichten über Ritter, Hobbits und Orks gibt es nicht wenige. Der schwertschwingende Held, der Verräter, der die Herrschaft über das Land gewaltsam an sich reißen will und die schöne Kriegerin. Das Schicksal des Landes entscheidet sich in großen Schlachten und der Protagonist muss sich die Anerkennung erst mal erkämpfen. So wird die Geschichte wohl auf den ein oder anderen gähnend langweilig wirken, weil bekannt. Doch dem koreanischen Zeichner und Autoren gelingt es trotzdem, das längst ausführlich behandelte Thema unterhaltsam und überwiegend spannend zu gestalten. So darf man auf die Weiterführung der Geschichte durchaus gespannt sein.

Antje Konopka, 07.06.2007