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Rubrik: Sachbuch

Prestel Atlas Bildende Kunst

Stefanie Penck (Hrsg.)
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ISBN 3-8361-1029-6
312 Seiten
EUR 14,95

Titelbild: Prestel Atlas Bildende Kunst

Schon in der Steinzeit begann der Mensch künstlerische Gegenstände, Skulpturen und Wandmalereien zu erschaffen. Man denke dabei an die Höhle von Lascaux oder zahlreiche bemalte Keramiken, sowie Tierplastiken. Auch heute noch nimmt die Kunst im Leben der Menschen einen hohen Stellenwert ein, was die große Schar etablierter Kunstschaffender, die zahlreichen Besucher der Kunstmuseen beweisen. Der Prestel Atlas der Bildenden Kunst versucht die über Jahrtausende andauernde Entwicklung der Bildenden Kunst in einem Band verständlich, übersichtlich und prägnant zusammenzufassen.
 
Die ersten künstlerischen Äußerungen des Menschen entstehen in der Altsteinzeit etwa 30.000 Jahre vor Christus. Der Homo Sapiens stellte zunächst kleine Abbilder der Tiere in seiner Umgebung her wie Wildpferde, Mammuts, Höhlenlöwen und Bisons. Ihre Blüte erlebt die Kunst in den ersten Hochkulturen wie Mesopotamien und Ägypten. Dann folgen die Großreiche der Griechen und Römer, die besonders beeindruckende Werke der Architektur und Skulptur erschufen, die mythologische Themen beinhalteten. Noch heute greifen Künstler gerne auf die antiken Vorbilder zurück. Im Mittelalter ab dem fünften Jahrhundert nach Christi beherrschen dann christliche Motive die Bildende Kunst. Die Renaissance im 15. Jahrhundert lässt die Antike wieder hochleben und die Künstler entdecken die Tafelmalerei. Doch die größte Weiterentwicklung der Kunst findet sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts, in der die abstrakte Malerei ihren Siegeszug startete. Und heute scheint in der Kunst fast alles möglich zu sein, auch neue Dossiers wie die Performance, Installations- oder Videokunst kamen hinzu.
Was hier als Zusammenfassung sehr einfach klingt, ist in Wirklichkeit viel komplizierter, denn zahlreiche weitere Kunstströmungen, Richtungen und Epochen wollen mit einbezogen, viele Kunstschaffende mit ihren Werken vorgestellt werden. Auch der geschichtliche und politische Hintergrund darf nicht außer acht gelassen werden, denn all das beeinflusste die Künstler und die Kunst.
 
Dies versucht der Atlas zu berücksichtigen und zu erklären. In kurzen Textpassagen wird jeweils das Wichtigste zur jeweiligen Kunstepoche genannt, zentrale Begrifflichkeiten werden erklärt. Ergänzt wird das Ganze durch zahlreiche Abbildungen, Grafiken, Zeitleisten, Infokästen, welche die Verständlichkeit der Texte erhöhen. Schnell hat man so die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Somit versteht sich das Buch nicht so sehr als Lesebuch, das die Geschichte der Kunst interessant und spannend vermitteln soll, sondern als Nachschlagewerk, das schnell und prägnant alle wichtigen Informationen auf einen Blick enthält.

Antje Konopka, 27.09.2007